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Kuchen back in Kigali
von Gaile Parkin
Übersetzung: Maja Ueberle-Pfaff
Verlag: Ullstein
Seiten: 352
Es gibt Bücher zu denen kann man nur eines sagen: Ein schönes Buch! Kuchen back in Kigali gehört dazu – obwohl versteckt zwischen den Zeilen die Welt gar nicht so schön ist.
Angel backt Kuchen für Anlässe aller Art. Bei Tee bespricht sie die Wünsche Ihrer Kunden und erfährt dabei das eine oder andere über die Menschen. Geschichten über das vom Bürgerkrieg und HIV zerrüttete Afrika, über Rassismus, Liebe, Betrug und Tod. Und trotzdem verliert Angel ihre Lebenslust nicht und findet immer einen Weg.
Wie gesagt ein schönes Buch. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und täuscht in eben dieser Leichtigkeit häufig über Probleme hinweg. Manchmal hat man fast das Gefühl man würde über einige Dinge einfach hinweg zu lesen. Nicht hinschauen, nicht wahrhaben, wie einige der Charaktere. Parkin zeichnet unglaublich lebendige Figuren, jeder einzelne hat seine eigene Geschichte, die man sofort um sie herum spürt. Jede Figur transportiert ihr eigenes Gefühl und sie alle werden um Angel und ihre Kuchen angesiedelt. Außerdem gelingt es Parkin die Situation von HIV, Armut und Bürgerkriegen in den afrikanischen Staaten einfühlsam und unaufdringlich zu umreißen. Man fühlt sich nicht schuldig oder verantwortlich und trotzdem spuken einem die Geschichten nachher im Kopf herum.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen.
Bewertung
5,5 von 6 Elfensternen
Dieses Buch habe ich von vorablesen.de bekommen.
Submarino
von Jonas T. Bengtsson
Übersetzung: Günther Frauenlob
Verlag: Tropen (bei Klett-Cotta)
Seiten: 380
Erscheint: 31.08.2009
Es ist lange her, dass ich ein Buch abgebrochen habe. Ich kann mit nicht mal erinnern, wann das letzte Mal war, denn eigentlich breche ich Bücher nicht ab. Submarino hingegen ging einfach nicht mehr. So schwerfällig zog die ganze Geschichte sich hin. Alles wiederholte sich, kein bisschen Spannungsbogen… einfach nichts! Vielleicht sollte damit die Sinnlosigkeit des Lebens, der Geschichte und der Charaktere vertieft werden. Für mich hat es eher dazu beigetragen, dass Buch einfach nicht mehr lesen zu wollen.
Zwei Brüder auf verschiedenen Wegen, immer beiden Füßen am Rande des Abgrunds. Immer kurz davor abzustürzen. Abstoßend, real und voller Gewalt präsentiert sich Submarino dem Leser schon auf den ersten Seiten. Doch dann passiert einfach nichts. Zumindest nicht in dem Teil in dem der eine Bruder Nick beschrieben wird. Das nimmt sicherlich ein Drittel des gesamten Buches ein und das ist mir für Nichts einfach zu viel.
Der Schreibstil wird irgendwann nur noch anstrengend. Die Lust zu erfahren was weiter passiert vergeht, denn es passiert ja nichts. Die Figuren sind in all ihrer Brutalität und Verlorenheit nur noch langweilig und nicht mal ein Mord kann dann noch bewegen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregen und schockieren soll hat es für mich nur geschafft, dass ich damit nicht noch mehr Zeit verschwenden werde.
Bewertung
0,5 von 6 Elfensternen
Dieses Buch gab es von vorablesen.dec
Die Hütte
von William P. Young
Originaltitel: The Shack
Übersetzung: Thomas Görden
Verlag: Allegria, Juni 2009
Seiten: 304
Kurzbeschreibung
Mack Tochter Missy wurde brutal ermordet. Von Schuldgefühlen geplagt findet Mack nur schwer ins Leben zurück und ist gefangen von einer tiefen Traurigkeit. Bis Gott ihn für ein Wochenende in seine Hütte einlädt…
Tinkerbell’s Meinung
Vielleicht sollte ich zuerst sagen, dass ich mit einer gewissen Skepsis dem Buch gegenüberstand. Ich bin Christin und stehe auch dazu, habe aber nicht so viel für die „Erweckungsbewegungen“ aus den USA übrig und habe befürchtet genau das würde das Buch werden.
Wurde es dann doch nicht und das ist eindeutig eine gute Nachricht über das Buch. Ich denke es ist für Gläubige als auch für Ungläubige (wenn ich das mal ganz inkorrekt so unterteilen darf) geeignet und vor allem interessant.
Grundsätzlich bietet das Buch einige sehr interessante Denkanstösse in Richtung Glauben und Miteinander leben. So argumentiert Young gegen das Konzept der Hölle mit dem Argument, dass Gott alle Menschen gleich liebt und Jesus bereits alle Sünden auf sich genommen hat. Ein in sich schlüssiges Argument, dass sicherlich so hingenommen werden kann. Gottes Liebe, die ohne Vorbehalte und Gegenleistungen gegeben wird, kann Mack so erfahren. Auch die Dreifaltigkeit wird anhand der drei auftretenden Figuren versucht zu veranschaulichen.
Was mich gestört hat, war die Tatsache, dass fast unauffällig Missys Tod genutzt wird um Mack’s Zugang zu Gott zu rechtfertigen. Gott sagt, Missy wäre sehr tapfer gewesen und hätte gewusst, dass Gott bei ihr sei. Das wirkt fast noch bestialischer als ihr Tod selbst. Sicher kann man argumentieren, dass Young sehr eindeutig um dieses Problem diskutiert und Missy nicht als Mittel zum Zweck darstellt. Trotzdem bleibt für mich der bittere Nachgeschmack erhalten. Und gerade das macht das Buch für mich problematisch. Es präsentiert eingebettet in eine ganz interessante Geschichte über das menschliche Schicksal einige halbgare Glaubensgrundsätze und eine sehr zweifelhafte Botschaft.
Außerdem muss ich sagen, hat sich das Buch zum Ende hin doch sehr lang gezogen. Einer Begegnung mit Gott folgte die nächste und eine wirkliche Entwicklung war kaum zu sehen. In der Kürze liegt die Würze sagt man ja so schön, und ich denke diese Würze hätte Young auch ganz gut getan.
Ich denke man sollte das Werk mit Vorsicht genießen, aber genießen kann man es schon.
In einem Satz
Ein interessantes Buch über Glauben, Liebe und Hoffnung, das man in Teilen mit Vorsicht genießen sollte.
Bewertung
4,5 von 6 Elfensternen
Der Schuh auf dem Dach
von Vincent Delecroix
Übersetzung: Patricia Klobusiczky
Verlag: Ullsteinverlag, April 2009
Seiten: 220
Kurzbeschreibung
Viele Lärm um einen Schuh. Ja genau, einen Schuh auf einem Pariser Dach. Viele Blickwinkel, wie dieser Schuh dorthin gekommen sein könnte, wem er gehört, für was er steht. Eigentlich eine Sammlung von Kurzgeschichten und doch hängen alle irgendwie miteinander zusammen. Und sei es nur durch eben diesen Schuh.
Tinkerbell’s Meinung
Erst war ich gar nicht begeistert. Klar, das Cover ist wunderschön, ein kleines feines Buch, was man in den Händen hält. Doch Kurzgeschichten mag ich eigentlich gar nicht. Und noch weniger philosophisch angehauchte Geschichten über den vermeidlichen Sinn des Lebens. Denn so kam mir das Büchlein vor.
Zumindest teilweise wurde ich eines Besseren belehrt. Kurzgeschichten mag ich immer noch nicht wirklich, aber diese hier sind auf jeden Fall schön! Und philosophisch, ich denke genau das hat das Buch für mich gerettet. In fast jeder Geschichte finden sich Grundelemente eines mehr oder weniger bekannten Philosophen. Einigen Geschichten beschäftigen sich ganz ausführlich mit den verschiedenen Lehren, diskutieren Sie, bauen Sie direkt in die Handlung mit ein und zeigen neue Deutungsweisen auf. Andere Geschichten streifen die Lehren kaum sichtbar. Es bringt Spaß danach zu suchen, die einzelnen Bruchstücke der Philosophen zu sammeln und zusammen zufügen. Fast wie die Herkunft des Schuhes bleiben Sie versteckt oder liegen ganz offensichtlich auf dem Dach.
Die Sprache Delecroix ist teilweise etwas gestochen, leicht schnulzig möchte ich fast sagen. Hin und wieder war mir das etwas zu viel, etwas zu gewollt astethisch und gekünstelt. Das hat mich wirklich sehr gestört und hin und wieder das Leseerlebnis doch negativ beeinflusst.
Die Auflösung des Buches war jedoch enttäuschend. Leider…
In einem Satz
Ein schönes Büchlein für Zwischendurch mit einem Tee auf dem Balkon
Bewertung
4,5 von 6 Elfensternen
The Secret Dreamworld of a Shopaholic
von Sophie Kinsella
Verlag: Black Swan
Seiten: 319
Kurzbeschreibung
Rebecca Bloomwood arbeitet als Journalistin bei einem Finanzmagazin in London. Ironischerweise soll Sie dort über Geldanlagen, Zinsen oder Kredite schreiben. Und dass obwohl Sie selber ihre Finanzen keineswegs im Griff hat. Mittlerweile flattern fast jeden Tag Rechnungen und Mahnung durch den Briefkastenschlitz und auch wenn Becky die Briefe erfolgreich unterm Bett versteckt, weiß Sie doch genau: sie ist verschuldet. Doch was tun, wenn es nun mal bei Prada gerade DIE Schuhe gibt? Oder das schicke Top bei DKNY? Und was ist eigentlich mit diesem Luke Brandon?
Tinkerbell’s Meinung
Ein süßes Buch. Und das soll jetzt nicht abwertend gemeint sein. Der Buchumschlag lässt es schon erahnen: dieses ist eher leichte Kost, Chick-Lit eben. Nichts Anspruchsvolles.
Doch so ganz stimmt das nicht, denn unter all dem Humor versteckt sich ein Problem, dass sicher wohl bekannt ist. Die Kaufhäuser locken aber man hat zu wenig Geld. Die Kreditkarte lässt einem in dem Glauben, das Geld würde irgendwann abgebucht, wenn es da ist, doch auch das stimmt nicht. Und wie soll man bloß widerstehen, wenn die Schuhe die man schon immer haben wollte im Ausverkauf sind aber man das Geld einfach nicht hat? Irgendwann in ihrem Leben ist sicher jede Frau (und der ein oder andere Mann?) mal über eines (oder alle) dieser Probleme gestolpert. Rebecca Bloomwood stolpert eben fast täglich über sie und löst sie auf die absurdesten Art und Weisen.
Kinsella beschreibt Situationen, die so komisch sind, dass man teilweise laut lachen muss. Und dann wieder welche, in denen man Becky einfach nur schütteln möchte! Und die Liebesgeschichte mit Luke Brandon gibt dem Werk einen schönen romantischen Touch. Sie gibt einem die Möglichkeit sich auf der einen Seite mit Becky zu identifizieren und auf der anderen Seite ihr Verhalten von außen zu betrachten und darüber nachzudenken. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen! Der Schreibstil ist flüssig und sehr persönlich. Man weiß in jedem Augenblick wo man (mit Becky) steht und woran man ist. Das bringt wirklich Spaß.
Alles in allem ist das Buch was für entspannte, lustige Lesenachmittage ohne viel nachdenken zu müssen.
In einem Satz
Lustige, leichte Literatur für zwischendurch die doch zum Nachdenken anregt.
Bewertung
5 von 6 Elfensternen
Die Verfilmung
Habe ich letztes Wochenende gesehen und muss sagen, dass sie mir nicht so gut gefallen hat. Die Drehbuchschreiber haben die Handlung komplett nach New York verlegt und das erste Buch mit den Folgebüchern durcheinander gewürfelt. Handlungsstränge sind verändert, die Geschichte um Luke Brandon wird anders erzählt. Irgendwie schade, denn ich finde einige Situationen gehen dadurch verloren. Zusätzlich fehlt mir ein wenig der Tiefgang, den das Buch dann doch irgendwie hat. Für einen Kinonachmittag ohne viel Anspruch ist der Film okay, aber erwartet lieber nicht zu viel.
Als kleines Weihnachtsgeschenk gab es von vorablesen wieder ein Büchlein
Das Schiff
von Stefán Máni
Originaltitel: Skipið
Übersetzung: Tina Flecken
Verlag: Ullsteinverlag, 2009
Seiten: 412
Kurzbeschreibung
Neun Crewmitglieder fahren auf der Per Se von Island nach Surinam und Waren abzuholen. Jeder dieser Neun bringt seine Vergangenheit und seine Geheimnisse mit an Board. Zusätzlich soll diese Fahrt die letzte für die Crew sein, denn die Reederei will verkaufen. Eine Meuterei wird geplant, die nicht nur an den verschiedenen Motiven und Gesinnungen scheitern muss. Eine einfache Überfahrt wird zur Irrfahrt und einem Tanz mit dem Teufel.
Tinkerbell’s Meinung
Der Titel des Buches, „Das Schiff“ passt perfekt, denn die Per Se ist nicht nur zu Hause und Fluchtort zugleich für die neun Seefahrer sondern auch der Ort der Handlung.. Sie ist Grund und Voraussetzung für alles Geschehen. Ohne das Schiff, wäre die Irrfahrt nie passiert, wären die Männer nicht in ihre und die Schicksale der anderen verwickelt. Nach den ersten Seiten war ich sehr begeistert von den Charakteren die auf eine Art sehr genau und doch wieder mit so vielen Geheimnissen beschrieben wurden. Doch schon wenige Seiten weiter waren mir die Handlungsstränge ein bisschen zu viel. Es fällt schwer die verschiedenen Vorgeschichten aus einander zu halten, jeder der neune Seefahrer bringt eine eigene, dunkle und verworrene Vergangenheit mit auf das Schiff und es ist nicht einfach die, teilweise in abstrakten Rückblicken geschriebenen Geschichten der Einzelnen zuzuordnen. Das ist auch einer meiner großen Kritikpunkte an dem Buch. So sehr ich Verwirrungen lieben, Máni macht es dem Leser manchmal ein wenig zu kompliziert. Das stört den Lesenfluss und bringt dann keinen Spaß mehr.
Der zweite große Kritikpunkt sind die Länge in dem Buch. Hin und wieder ergehen sich die Charaktere in Tiraden über ihre Lebensumstände, schwelgen in Phantasien, Erinnerungen oder in Halluzinationen. Leider sind diese Textpassagen viel zu lang und wiederholen sich des Öfteren. Zum Ende des Buches habe ich einige diese Passagen einfach überblättert. Da die Geschichte an sich ein wenig Anlaufschwierigkeiten hat und sich lange mit dem Hin und Her der Crew aufhält, sind diese Teile leider etwas langatmig.
Abgesehen davon stellt Máni gut die Abgründe der menschliche Seele und des menschlichen Handelns dar – auch wenn vielleicht nicht jeder der Mitglieder eine so obskure Vergangenheit hätte haben müssen.
In einem Satz
Etwas langatmige und sehr verworrene Geschichte über die Abgründe der menschlichen Seele – gut aber nicht herausragend.
Bewertung
3 von 6 Elfensternen
Wieder ein schönes vorablesen.de Buch.
Meister der Stürme
von Pierre Bottero
Originaltitel: L’Autre Vol.II, Le maitre des tempetes
Übersetzung: Wolfgang Rentz
Verlag: Ullsteinverlag, Dezember 2008
Seiten: 380
Kurzbeschreibung
„Meister der Stürme“ ist der Folgeband zu „Das Achte Tor“. Im zweiten Band kämpfen Shaé und Nathan gegen die zwei verbliebenen Teile des Andere, der die Welt bedroht. Nachdem im ersten Teil Jaalab, die Kraft des Anderen von Ihnen besiegt wird, müssen die nun Onjü, das Herz und Eqkter, die Seele vernichten. Doch viele Probleme stellen sich Ihnen in den Weg. Nicht nur Onjü selbst mit seinen Umweltkatastrophen und dem Gift, das er als Misstrauen in Freunden und Familien sät, sondern auch die Beziehung zwischen Nathan und Shaé wird zum Problem. Shaé und Nathan müssen also nicht nur Ihre Feinde überwinden und zwischen Freund und Feind unterscheiden sondern auch ihre Liebe zueinander beweisen.
Tinkerbell’s Meinung
Ich muss zu erstmal zugeben, dass ich den ersten Band der Reihe nicht gelesen habe. Somit fiel mir die Einführung in das Buch ein wenig schwer. Bis man das Konzept des Anderen verstanden hat, und die Familienbande von Shaé und Nathan durchschaut hat braucht man ein wenig Zeit und Geduld. Doch hat man sich erstmal durch all die besonderen Fähigkeiten von Nathan und Shaé’s Familien gekämpft findet man schnell und unkompliziert in die Geschichte der beiden.
Gesamt finde ich die Grundidee der Serie wirklich gut. Nathan und Shaé stammen jeweils von drei der sieben großen Familien ab und haben von denen bestimmte Kräfte geerbt. Shaé zum Beispiel ist eine Metamorphe und kann ihre Gestalt ändern. Nathan verfügt über das alte Wissen der Kogisten. Diese Fähigkeiten helfen den beiden sehr in dem Kampf gegen den Anderen. Die verschiedenen Familie und ihren Fähigkeiten gefallen mir sehr gut und machen das Buch wirklich spannend. Es erinnert hin und wieder stark an die Geschichte von „Romeo und Julia“, denn auch die Familien von Shaé und Nathan bekriegen sich untereinander.
Gemeinsam mit einigen Angehörigen der Familien müssen Shaé und Nathan nun Onjü und Eqkter bekämpfen, um den Anderen daran zu hindern die Welt und die Menschheit zu zerstören.
Das Konzept des Anderen in seiner Dreifaltigkeit mutet manchmal etwas komisch an. Wie im biblischen Sinne Gott, wird diesmal das Böse in drei Teile geteilt. Jeder Teil kann einzeln handeln und zerstören, jeder auf seine Art und Weise. Nur wenn alle drei getötet werden kann der Andere gestoppt werden. Ein spannender Ansatz, der leider am Ende des Buches ein wenig fallen gelassen wird.
Gesamt ist das Buch kein wirklicher Pageturner. Die Handlung ist zwar sehr spannend, wird aber meist sehr klar und ruhig erzählt, so dass es einfach ist das Buch zwischendurch aus der Hand zu legen. Das finde ich hin und wieder wirklich schade. Das Ende ist leider sehr enttäuschend. Einige Handlungsstränge, wie zum Beispiel das „Pratum Vorax“, werden nicht weiter erläutert und zu Ende gebracht. Das lässt hoffen, dass doch ein dritter Band geplant ist, denn auch das Ende ist nur mäßig befriedigend. Leider…
In einem Satz
Eine schöne, aber einfache Fantasy Story mit tollen Ansätzen die leider nicht alle zu Ende gebracht werden.
Bewertung
4,5 von 6 Elfensternen
EDIT: Scheint doch ein Trologie zu sein, also ignoriert das offene Ende
Dies war wieder eines der schönen Bücher von vorablesen.de.
Originaltitel: Touch the dark
Übersetzung: Andreas Brandhorst
Verlag: Piper, Oktober 2008
Seiten: 400
Kurzbeschreibung:
Cassandra Palmer kann Geister sehen. Und sie ist sich den Vampiren, Magieren und anderen Geschöpfen in unserer Welt bewusst. Natürlich bringt das Schwierigkeiten mit sich, den plötzlich sieht Cassandra sich mitten in einem Streit um Ihre Person wieder. Einmal von ihrem einst guten Freund verraten weiß sie nicht welcher Seite sie trauen soll und will ihre Freiheit nicht verlieren. Und so fängt ein Kampf um Leben und Tod, Ihre Unabhängigkeit und um Leidenschaft an.
Tinkerbell’s Meinung:
Man muss ja ehrlich sagen, dass sich Bücher dieser Art langsam wirklich gleichen. Immer eine weibliche Heldin, die sich in einen Vampir verliebt und so weiter. Dieses Buch unterscheidet sich von den anderen eben nur in den weiteren Fähigkeiten, die Cassandra Palmer hat. So kann sie Geister sehen und andere Geschöpfe und Zeiten wahrnehmen. Das macht die Sache an sich interessanter. Leider ergeht sich Chance häufig in ausschweifenden Beschreibungen über Beziehungen zwischen den Protagonisten, Geschehnissen in der Vergangenheit oder einfach Hintergründe zu Personen. Das ist zwar einerseits interessante fühlt sich aber nach den ersten drei Beschreibungen ein bisschen wie Karl May an, und ich war sehr versucht eben diese teile vorzublättern, da sie meist später nicht für den Handlungsverlauf nötig sind. Das macht das Buch langatmig und teilweise sehr mühsam zu lesen.
Chance hat außerdem versucht jede Person besonders wichtig zu machen. So ist der böse Gegner nicht irgendein Vampir sonder Rasputin, weitere Vampirfiguren sind zum Beispiel der englisch Dichter Christopher Marlowe, Louis Cesare, der „Mann in der Eisernen Maske“ oder Brüder von Dracula. Auch die Elfe, die nur kurz auftaucht ist nicht irgendeine Elfe sondern Glöckchen aus Peter Pan. Das war mir nach der dritten Person einfach zu übertrieben. Klar sind ein oder zwei Hinweise dieser Art spannend und tragen zur Formung der Charaktere bei aber es reicht eben zwei oder drei Charaktere dieser Art zu schaffen und nicht alle. Das ist nach einer Weile einfach nur langweilig und völlig übertrieben.
Gesamt entwickelt sich die Geschichte trotz der Längen wirklich spannend, aber am Ende ist dann doch nicht so viel passiert wie man sich gewünscht hätte. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht das Bedürfnis habe die weiteren Bände zu lesen. Cassandra ist wirklich keine Traumheldin und all die Beschreibungen und „wichtigen“ Personen sind mir einfach zu anstrengend.
In einem Satz
Mal wieder eine typische Vampir Geschichte in der fast alle großen Protagonisten der Weltgeschichte auftauchen.
Bewertung
3 von 6 Elfensternen
Es gab mal wieder einen schönen Thriller von vorablesen.de.
Schneemann
von Jo Nesbø (Autor)
Originaltitel: Snømannen
Übersetzung: Günther Frauenlob
Verlag: Ullstein Verlag, erschien am 29. September 2008
Seiten: 510
Klappentext
Ein Serienmörder verbreitet Angst und Schrecken, seine unschuldigen Opfer: junge Mütter. Kommissar Harry Hole irrt durch ein Labyrinth aus Verdächtigungen und falschen Fährten. Als seine Freundin Rakel ins Visier des Killers gerät, entwickelt sich ein mörderisches Duell.
Über den Autor
Jo Nesbø, 1960 geboren, ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker. Der erfolgreichste Autor Norwegens ist längst auch international ein Bestsellerautor, seine Romane um Kommissar Harry Hole werden in dreißig Sprachen übersetzt. Schneemann wurde – wie schon Nesbøs Debüt Der Fledermausmann – in der Kategorie „Bester Kriminalroman des Jahres“ mit dem „Buchhändler-Preis“ (Bokhandlerprisen) ausgezeichnet sowie mit dem „Buchclub-Leserpreis“ (Bokklubben Nye Bøkers leserpris) als „Bester Roman des Jahres“. Jo Nesbø lebt in Oslo.
Kurzbeschreibung
Frauen verschwinden, meist sind es Mütter und Ehefrauen. Und immer steht im Garten oder in der Nähe ein Schneemann. Harry Hole, der vermeidliche Starermittler in Oslo, wittert sofort einen Serienmörder und bringt die Morde mit einem Brief in Verbindung, den er von „dem Schneemann“ bekommen hat. Die Ermittlungen wogen hin und her, die Verdächtigungen ziehen Kreise von dem Ehemann zu einem Schönheitschirurgen und zu Hole’s Katrine Bratt. Alle haben Motive, alle scheinen irgendwie in diesem Netz verstrickt zu sein. Schließlich ist Harry’s Ex-Freundin Rakel im Fadenkreuz des Schneemanns und Harry muss schnell reagieren.
Tinkerbell’s Meinung
Zu erst hat mich die Handlung ja sehr an den Krimi von PJ Tracy „Snowblind“ erinnert und ich muss sagen auch nach dem Lesen bleibt das Gefühl bestehen. Ich liebe „Snowblind“ und deswegen hatte Nesbø einen schweren Start. Nachteilig hat sich auch die Länge des Buches ausgewirkt. 510 Seiten sind meiner Meinung nach für einen Krimi ziemlich viel und ich muss auch ehrlich sagen, dass einige Teilen wegen mir sehr viel kürzer hätten ausfallen können. Der Buchumschlag ist meiner Meinung nach aber sehr schön ausgefallen und weist subtil auf einige Bilder im Krimi hin.
Nesbø schreibt sehr flüssig und spannend. Ein Gefühl der Beklemmung bleibt und manchmal war ich wirklich froh, dass bei uns noch kein Schnee fällt und dementsprechend noch keine Schneemänner gebaut werden können. Schneemänner die einem ins Haus gucken, Schneemänner die die Körper der Ermordeten beherbergen – die verspielten Winterboten der Kindheit werden plötzlich zu tödlichen Boten. Die allgemeine Stimmung in dem Buch hat mir also sehr gut gefallen.
Die Geschichte ist spannend und sehr verworren. Wie Harry Hole wird der Leser von einer Verdächtigung zur nächsten getrieben. Man ist dem Ermittler nur selten ein Stück voraus. Das macht die Handlung sehr spannend und teilweise sehr überraschend. Leider ist sie aber auch sehr lang und zum Ende hin verging mir ein wenig die Lust. Nach gefühlten 10 Verdächtigten wollte ich endlich wissen wer denn nun der wirkliche Schneemann ist und warum. Alles in allem hat mir die Geschichte jedoch gut gefallen.
In einem Satz
Ein spannender Thriller für dunkle Herbstabende, der Gänsehaut macht – aber leider ein bisschen zu lang.
Bewertung
4 von 6 Elfensternen

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