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Originaltitel: The Boy in the Striped Pajamas
Übersetzung: Brigitte Jakobeit
Verlag: Fischer, 4. Auflage, 2007
Seiten: 272

Klappentext
Nicht vorhanden

Kurzbeschreibung
Bruno wohnt zur Zeit des Zweiten Weltkriegs mit seiner Schwester und seinen Eltern in Berlin und führt das normale Leben eines neunjährigen Jungen. Bis sein Vater als Kommandant nach Auschwitz versetzt wird und die Familie ein Haus direkt am Zaun zum Konzentrationslage bezieht. Bruno, der die Problematik des Zaunes nicht verstehen kann, findet einen neuen besten Freund auf der „anderen Seite“ und entscheidet eines Tages seinen Freund im Lager zu besuchen. Getarnt in einem gestreiften Pyjama wie sein Freund schlüpft er durch ein Loch im Zaun und verschwindet für immer.

Tinkerbell’s Meinung
Tja, wo soll ich anfangen mich aufzuregen?
Na, vielleicht von vorne. Anfangs hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen, wenn man bedenkt, dass ich Bücher über die Zweite Weltkrieg Thematik eigentlich gar nicht lese. Aber der etwas spielerische Umgang hat mir gut gefallen. Bruno ist fast niedlich in seiner naiven Art die Dinge nicht richtig zu verstehen und so entsteht eine manchmal sehr liebevolle Situationskomik. Am Anfang wohlgemerkt. Brunos Naivität zieht sich jedoch bis zum bitteren Ende durch das gesamte Werk, für einen neunjährigen Jungen sehr unglaubwürdig und da die Geschichte mehr als ein Jahr umspannt und Bruno am Ende folglich zehn Jahre alt sein soll kann man ihm das nicht mehr abnehmen. Boyne hat es nicht geschafft aus dieser Naivität etwas zu schaffen und dadurch wird die Geschichte nicht nur unglaubhaft sondern einfach nur dumm. Wenn Bruno am Ende immer noch nicht verstanden hat, was die Problematik um den Zaun ist, dann kann man ihm das einfach nicht abnehmen. Hinzukommen einfache historische Fakten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Familie des Auschwitz Kommandanten praktisch Zaun an Zaun zum Lager gewohnt hat. Genauso wenig, wie die damals schöne Kühlschränke gehabt haben dürften. Nichts gegen künstlerische Freiheit, aber wenn die Story schon nicht stimmt, dann könnten wenigstens historische Fakten geprüft werden.
Der letzte Absatz gibt dem Buch dann den Rest! Zu sagen, dass Bruno Geschichte in einer anderen Zeit passiert ist und diese sich „natürlich“ nie wiederholen wird finde ich anmaßend und einfach nur dumm. Letzte Sätze sind meist das wichtigste in einem Buch… und dieser ist einfach zeigt nur, dass der Autor offensichtlich nicht die Gabe hatte aus einer an sich schönen Geschichte ein wirklich gutes Buch zu machen.

In einem Satz
Ich kann das Buch wirklich nicht empfehlen, der Hype ist für mich unverständlich denn so schön die Idee für die Geschichte wirklich ist, hat der Autor es geschafft jegliches Potential zu zerstören.

Bewertung
1,5 von 6 Elfensternen

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