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Ich komme ja kaum mehr dazu meine selbstgekauften Bücher zu lesen, immer wieder flattern die Bücher von vorablesen ins Haus. Aber ich will ja nicht meckern. Ganz im Gegenteil!
Dem Tode nah
von Linwood Barclay (Autor)

Originaltitel: Too close to home
Übersetzung: Nina Pallandt
Verlag: Ullstein Taschenbuch, erscheint Oktober 2008
Seiten: 492

Kurzbeschreibung
Als eines Abends die Nachbarn von Jim Familie Cutter, die Langleys, kaltblütig erschossen werden scheint auch die Welt seiner Familie aus den Fugen zu geraten. Die Ermittlungen führen zu seinem eigenen Sohn, der die Morde aus dem Keller der Langley’s mit anhören musste. Verzweifelt versucht Jim aus den Puzzelteilen Sinn zu machen und all die losen Enden zu verbinden um seinen Sohn zu befreien und seine Ehe zu retten.

Tinkerbell’s Meinung
Ein typischer Thriller ist das erste, was mir zu Barclay’s Werk einfällt. Nach dem Mord beginnt der Nachbar Jim selber nach Motiven und Mördern zu suchen. Der Leser wird von einer Fährte auf die andere geleitet, ist Jim wenn überhaupt nur einen kleinen Schritt voraus und wird genau wie er oftmals von Wendungen überrascht. Kleine Andeutungen entlarven den Mörder fast bei der ersten Begegnung wenn man aufmerksam genug ist aber das tut der Spannung an sich keinen Abriss. Leider ist Jims Rolle oftmals übertrieben. Der kleine Mann als großer Ermittler, der Polizei teilweise einen Schritt voraus wir irgendwann unglaubwürdig, die Zufälle sind zum Ende einfach zu viele. Auch wenn fast unscheinbare Fakten aus der Vergangenheit nachher zum Mörder führen, scheinen weitere Verbindungen der Familie Cutter zu möglichen Mörder weit hergeholt. Der Showdown zum Ende des Buches ist sehr übertrieben und einfach ein bisschen viel. Das letzte bisschen Glaubwürdigkeit scheint mit der Entdeckung des eigentlich Mörders zu enden und das ist schade denn ansonsten ist das Buch ein sehr guter Thriller. Flüssig geschrieben findet man kaum Stellen an denen man das Buch aus der Hand legen könnte, wenn man muss. Ein wahrer Pageturner auch wenn das Ende ein bisschen viel ist. Trotzdem spannendes Buch, das runde Charaktere zeichnet und nebenher kleine Einblicke in das Universitäts-Leben bietet.

In einem Satz
Ein schöner Thriller, perfekt für ein verregnetes Wochenende mit Decke und Tee auf dem Sofa: spannend, ein bisschen übertrieben und einfach zu lesen

Bewertung
4,5 von 6 Elfensternen

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