Schlagwörter

, , , , , ,

Es gab mal wieder einen schönen Thriller von vorablesen.de.

Schneemann
von Jo Nesbø (Autor)

Originaltitel: Snømannen
Übersetzung: Günther Frauenlob
Verlag: Ullstein Verlag, erschien am 29. September 2008
Seiten: 510

Klappentext
Ein Serienmörder verbreitet Angst und Schrecken, seine unschuldigen Opfer: junge Mütter. Kommissar Harry Hole irrt durch ein Labyrinth aus Verdächtigungen und falschen Fährten. Als seine Freundin Rakel ins Visier des Killers gerät, entwickelt sich ein mörderisches Duell.

Über den Autor
Jo Nesbø, 1960 geboren, ist Ökonom, Schriftsteller und Musiker. Der erfolgreichste Autor Norwegens ist längst auch international ein Bestsellerautor, seine Romane um Kommissar Harry Hole werden in dreißig Sprachen übersetzt. Schneemann wurde – wie schon Nesbøs Debüt Der Fledermausmann – in der Kategorie „Bester Kriminalroman des Jahres“ mit dem „Buchhändler-Preis“ (Bokhandlerprisen) ausgezeichnet sowie mit dem „Buchclub-Leserpreis“ (Bokklubben Nye Bøkers leserpris) als „Bester Roman des Jahres“. Jo Nesbø lebt in Oslo.

Kurzbeschreibung
Frauen verschwinden, meist sind es Mütter und Ehefrauen. Und immer steht im Garten oder in der Nähe ein Schneemann. Harry Hole, der vermeidliche Starermittler in Oslo, wittert sofort einen Serienmörder und bringt die Morde mit einem Brief in Verbindung, den er von „dem Schneemann“ bekommen hat. Die Ermittlungen wogen hin und her, die Verdächtigungen ziehen Kreise von dem Ehemann zu einem Schönheitschirurgen und zu Hole’s Katrine Bratt. Alle haben Motive, alle scheinen irgendwie in diesem Netz verstrickt zu sein. Schließlich ist Harry’s Ex-Freundin Rakel im Fadenkreuz des Schneemanns und Harry muss schnell reagieren.

Tinkerbell’s Meinung
Zu erst hat mich die Handlung ja sehr an den Krimi von PJ Tracy „Snowblind“ erinnert und ich muss sagen auch nach dem Lesen bleibt das Gefühl bestehen. Ich liebe „Snowblind“ und deswegen hatte Nesbø einen schweren Start. Nachteilig hat sich auch die Länge des Buches ausgewirkt. 510 Seiten sind meiner Meinung nach für einen Krimi ziemlich viel und ich muss auch ehrlich sagen, dass einige Teilen wegen mir sehr viel kürzer hätten ausfallen können. Der Buchumschlag ist meiner Meinung nach aber sehr schön ausgefallen und weist subtil auf einige Bilder im Krimi hin.
Nesbø schreibt sehr flüssig und spannend. Ein Gefühl der Beklemmung bleibt und manchmal war ich wirklich froh, dass bei uns noch kein Schnee fällt und dementsprechend noch keine Schneemänner gebaut werden können. Schneemänner die einem ins Haus gucken, Schneemänner die die Körper der Ermordeten beherbergen – die verspielten Winterboten der Kindheit werden plötzlich zu tödlichen Boten. Die allgemeine Stimmung in dem Buch hat mir also sehr gut gefallen.
Die Geschichte ist spannend und sehr verworren. Wie Harry Hole wird der Leser von einer Verdächtigung zur nächsten getrieben. Man ist dem Ermittler nur selten ein Stück voraus. Das macht die Handlung sehr spannend und teilweise sehr überraschend. Leider ist sie aber auch sehr lang und zum Ende hin verging mir ein wenig die Lust. Nach gefühlten 10 Verdächtigten wollte ich endlich wissen wer denn nun der wirkliche Schneemann ist und warum. Alles in allem hat mir die Geschichte jedoch gut gefallen.

In einem Satz

Ein spannender Thriller für dunkle Herbstabende, der Gänsehaut macht – aber leider ein bisschen zu lang.

Bewertung
4 von 6 Elfensternen

Advertisements