Schlagwörter

, , , , , ,

Gestern war es soweit, ich war auf dem vermutlich letzten Konzert in diesem Jahr für mich: Bei Amy MacDonald in der Großen Freiheit in Hamburg.

Nachmittag habe ich Amy schon bei Saturn gesehen, sie hat ein kurzes Accoustic Set gespielt und dann Autogramme gegeben. Um ehrlich zu sein war ich nach den vier Liedern nicht ganz so überzeugt von ihr.

Abends ging’s dann also in die Große Freiheit. War erstaunlich voll und sehr interessant gemixtes Publikum. Neben uns standen zum Beispiel eine Gruppe typischer Bürotanten, die auch während des Konzertes die Klappe nicht halten konnten. Ist ja auch schwierig…. genau wie im Taktklatschen aber die Bewegungslegastheniker sind ein anderes Thema.

Die Vorband, The Life Between hat mich persönlich erst nicht so vom Hocker gehauen. Mir kam es ein wenig vor wie One Republic für Arme. Aber meine musikalisch versierte Begleitung hat mich dann eines besseren belehrt und je länger ich zugehört habe desto besser haben die Jungs mit dann gefallen.

Gegen 22 Uhr betrat Amy dann die Bühne mit ihrer 4köpfigen Band. Live klingt sie ja doch sehr anders als auf der CD. Tiefer, an sich mit mehr Volumen und irgendwie eben anders. Neben den Songs Ihres einizigen Albums gab es zwei neue Songs (beide vielversprechend) und drei Coversongs: „Dancing in the Dark“ (Springsteen), „Mr. Brightside“ (The Killers) und „Hallelujah“ (Leonard Cohen (Jeff Buckley)).Das war an sich ein sehr gutes Set, auch wenn ich „This is the life“ eher in der Zugabe als mittendrin gespielt hääte. Aber ich bin ja auch Miss MacDonald.

Also, gesamt muss ich sagen, fehlt es Amy noch ein wenig an Ausstrahlung. Nicht, dass sie nicht gut gewesen wäre aber ich kennen Frontmänner und -frauen, die mit ihrer puren Anwesenheit die komplete Bühne füllen und das schafft sie bisher noch nicht. Das kann ich ihr aber nachsehen. Was aber sehr aufgefallen ist, ist dass sie meiner Meinung nach mehr Songwriter als Singer ist. Spätestens beim „Hallelujah“ ist sie wirklich an ihre Grenzen gekommen und man hat sogar von ganz hinten oben gesehen, wie sie gekämpft hat. So gut ist ihre Stimme dann im Endeffekt doch nicht. Wobei das Lied ja nun auch wirklich oberste Liga ist.

Ihr schottischer Akzent hat mich sehr glücklich gemacht und mir außerdem verraten, dass die junge Damen auf jeden Fall nicht in Glasgow aufgwachsen ist. Und das wird ja doch häufig behauptet. Ich hatte auf Falkirk getippt, lag aber nicht zu falsch, denn die kommt aus Bischopbriggs… man hört es 🙂

Alles in allem hat der Abend viel Spaß gemacht… wenn sie nochmal in Hamburg spielt dann bin ich da 🙂

Advertisements