Kuchen back in Kigali
von Gaile Parkin


Übersetzung:
Maja Ueberle-Pfaff
Verlag: Ullstein
Seiten: 352

Es gibt Bücher zu denen kann man nur eines sagen: Ein schönes Buch! Kuchen back in Kigali gehört dazu – obwohl versteckt zwischen den Zeilen die Welt gar nicht so schön ist.
Angel backt Kuchen für Anlässe aller Art. Bei Tee bespricht sie die Wünsche Ihrer Kunden und erfährt dabei das eine oder andere über die Menschen. Geschichten über das vom Bürgerkrieg und HIV zerrüttete Afrika, über Rassismus, Liebe, Betrug und Tod. Und trotzdem verliert Angel ihre Lebenslust nicht und findet immer einen Weg.
Wie gesagt ein schönes Buch. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und täuscht in eben dieser Leichtigkeit häufig über Probleme hinweg. Manchmal hat man fast das Gefühl man würde über einige Dinge einfach hinweg zu lesen. Nicht hinschauen, nicht wahrhaben, wie einige der Charaktere. Parkin zeichnet unglaublich lebendige Figuren, jeder einzelne hat seine eigene Geschichte, die man sofort um sie herum spürt. Jede Figur transportiert ihr eigenes Gefühl und sie alle werden um Angel und ihre Kuchen angesiedelt. Außerdem gelingt es Parkin die Situation von HIV, Armut und Bürgerkriegen in den afrikanischen Staaten einfühlsam und unaufdringlich zu umreißen. Man fühlt sich nicht schuldig oder verantwortlich und trotzdem spuken einem die Geschichten nachher im Kopf herum.
Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen.

Bewertung
5,5 von 6 Elfensternen

Dieses Buch habe ich von vorablesen.de bekommen.

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